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Neue Vorschriften verlangen mehr Transparenz bei Arbeitsbedingungen

Neue Vorschriften verlangen mehr Transparenz bei Arbeitsbedingungen

Eine neue Regelung verpflichtet Unternehmen, ihren Mitarbeitern detaillierte schriftliche Informationen über ihre Arbeitsbedingungen bereitzustellen, einschließlich der Verwendung von Algorithmen bei Entscheidungsprozessen.

Unternehmen sind nun verpflichtet, ihren Mitarbeitern umfassende schriftliche Informationen über ihre Arbeitsbedingungen bereitzustellen. Dies schließt die Offenlegung jeglicher algorithmischer oder automatisierter Systeme ein, die Entscheidungen über Gehälter, Arbeitszeiten, Aufgaben, Beförderungen, Arbeitsort oder Vertragsbeendigung beeinflussen.

Der Real Decreto 723/2026, veröffentlicht im Boletín Oficial del Estado, stärkt das Informationsrecht der Arbeitnehmer und tritt am 5. Oktober in Kraft. Er setzt teilweise eine europäische Richtlinie um, die transparente und vorhersehbare Arbeitsbedingungen gewährleisten soll, und ersetzt den vorherigen Real Decreto 1659/1998.

Wesentliche betroffene Bereiche

  • Dauer und Verteilung der Arbeitszeiten
  • Aufgabenzuweisungen
  • Gehaltsbestimmung
  • Karrierefortschritt
  • Arbeitsort
  • Vertragsbeendigung

Unternehmen müssen die Existenz und die Betriebsrichtlinien aller Systeme offenlegen, die Entscheidungen in diesen Bereichen beeinflussen. Detaillierte Informationen zu Gehaltsbestandteilen, einschließlich Grundgehalt und zusätzlicher Vergütung sowie Berechnungen für variable Vergütung, müssen bereitgestellt werden.

Details zu Arbeitszeiten, einschließlich täglicher, wöchentlicher und jährlicher Verteilung, Nacht- oder Schichtarbeit und Verfahren für Änderungen des Zeitplans, müssen ebenfalls kommuniziert werden. Dies umfasst Überstunden, Urlaubsregelungen, Probezeiten und Schulungsrechte.

Bei unregelmäßigen Arbeitszeiten müssen Unternehmen potenzielle Diensttage und -stunden sowie Mindestankündigungsfristen angeben. Bei intermittierenden Arbeitnehmern müssen Zeiten der Aktivität und Inaktivität oder deren Schätzungen offengelegt werden.

Das Dekret umreißt auch Verpflichtungen in Bezug auf Verfahren zur Vertragsbeendigung, einschließlich formaler Anforderungen und Kündigungsfristen, und erfordert die Identifizierung der anwendbaren Tarifverträge mit relevanten Details.