Die spanische Regierung hat angekündigt, den jährlichen Anstieg der Flughafengebühren auf 0,33 % von 2027 bis 2031 zu begrenzen. Dies liegt deutlich unter dem von Aena, dem Unternehmen, das die Flughäfen verwaltet, vorgeschlagenen Anstieg von 3,82 %. Diese Entscheidung wurde von Fluggesellschaften und der Tourismusbranche, insbesondere in Regionen, die stark auf den Luftverkehr angewiesen sind, positiv aufgenommen.
Der Ministerrat hat das dritte Flughafenregulierungsdokument (DORA III) genehmigt, das die nächsten fünf Jahre leiten wird. Die durchschnittliche Gebühr soll in diesem Zeitraum um 1,65 % steigen, wobei die ersten Erhöhungen im März 2027 beginnen. Damit bleiben die Gebühren nahezu stabil bei dem aktuellen Satz von 11,02 Euro pro Passagier.
Der Vorschlag von Aena basierte auf einem erwarteten Verkehrsanstieg von 1,3 %, aber die Fluggesellschaften argumentierten, dass dies das Passagierwachstum unterschätze und die Betriebskosten überschätze. Flughäfen auf den Kanarischen Inseln, die für die lokale Mobilität und den Tourismus unerlässlich sind, waren besonders gegen die vorgeschlagene Gebührenerhöhung. Die Regionalregierung hatte gefordert, die Gebühren einzufrieren, um zusätzliche finanzielle Belastungen für diese kritischen Infrastrukturen zu vermeiden.
Die Entscheidung der Zentralregierung steht mehr im Einklang mit den Empfehlungen der Nationalen Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC), die nach Überarbeitung der Verkehrsprognosen und Reduzierung der Betriebskostenschätzungen eine jährliche Senkung um 0,59 % vorgeschlagen hatte.
Während die Vereinigung der Fluggesellschaften (ALA) die Entscheidung der Regierung, die Gebührenerhöhung zu begrenzen, begrüßt, bedauert sie, dass keine Gebührensenkung umgesetzt wurde. Ryanair, ein lautstarker Teilnehmer an den Diskussionen, unterstützt die Entscheidung ebenfalls, sieht sie jedoch als verpasste Gelegenheit, den Verkehr, den Tourismus und die Beschäftigung durch niedrigere Gebühren zu fördern.
Auf den Kanarischen Inseln geht die Diskussion über Gebühren hinaus. Die Regionalregierung setzt sich weiterhin für eine Rolle im Management der Flughäfen der Inseln ein, um das Autonomiestatut vollständig umzusetzen.