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Wohnraumkrise in Europa

Wohnraumkrise in Europa

Steigende Immobilienpreise in Europa machen den Erwerb von Wohneigentum für viele zunehmend unerreichbar, mit erheblichen Auswirkungen in Spanien und anderen Regionen.

Die lang gehegte Vorstellung, dass ein sicherer Job und ein durchschnittliches Einkommen den Erwerb von Wohneigentum garantieren würden, wird durch einen schnell wachsenden Immobilienmarkt erschüttert. In den letzten zehn Jahren sind die Immobilienwerte stark gestiegen, übertreffen die Haushaltseinkommen und vergrößern die Kluft, die viele vom Hauskauf abhält.

Derzeit leben mehr als 70% der Europäer in Gebieten, in denen ein Durchschnittsgehalt kein Haus größer als 75 Quadratmeter sichern kann, selbst mit einer 30-jährigen Hypothek. Dies geht aus einer Studie der Technischen Universität Wien hervor, die über 22 Millionen Immobilienanzeigen in 31 europäischen Ländern analysierte.

Die Studie zeigt eine schwere Wohnraumkrise in Europa auf, wo der Besitz eines Eigenheims zu einem schwer erreichbaren Traum wird. Der 75-Quadratmeter-Standard, der ein typisches Familienhaus mit zwei Schlafzimmern darstellt, ist für 72% der Europäer unerschwinglich, was die schwindende Fähigkeit der Mittelschicht, Eigentum zu erwerben, verdeutlicht.

Spanien ist ein Beispiel für erhebliche regionale Ungleichheiten, wobei Madrid und Küstengebiete aufgrund von Tourismus und Zweitwohnungen den höchsten Preisdruck erfahren. Dieser Trend ist auch in Ländern wie Frankreich, Portugal, Griechenland und Kroatien zu beobachten.

In großen europäischen Städten ist die Lage besonders ernst, da 60% der Stadtbewohner sich selbst ein 50-Quadratmeter-Haus mit einem Durchschnittseinkommen nicht leisten können. In ganz Europa lebt 44% der Bevölkerung in Gebieten, in denen die Wohnkosten ein Drittel des Haushaltseinkommens übersteigen, eine finanziell unhaltbare Schwelle.

Die Studie betrachtet auch die Mieterschwinglichkeit und zeigt, dass vier von zehn Menschen in Regionen leben, in denen die Miete für eine Einzimmerwohnung mehr als ein Drittel des Haushaltseinkommens erfordert. Diese doppelte Herausforderung aus hohen Kaufpreisen und unerschwinglichen Mieten erschwert es vielen, insbesondere jüngeren Menschen und Migranten, in den Wohneigentum zu wechseln.